Eine Sammelkarte nach PSA-, BGS- oder CGC-Standards bewerten. Umfasst Beobachtung-zuerst-Bewertung (adaptiert von der unbefangenen Beobachtung des meditate-Skills), Zentrierungsmessung, Oberflaechenanalyse, Kanten- und Ecken-Bewertung und abschliessende Gradierung mit Konfidenzintervall. Unterstuetzt Pokemon, MTG, Flesh and Blood und Kayou-Karten. Verwenden beim Bewerten einer Karte vor professioneller Gradierungs-Einreichung, beim Vorscreening einer Sammlung auf hochgradig bewertbare Kandidaten, beim Beilegen von Zustandsstreitigkeiten zwischen Kaeufern und Verkaeufern oder beim Schaetzen der gradierungsabhaengigen Wertspanne einer Karte.
pjt22210 Sterne17.04.2026
Beruf
Kategorien
Debugging
Skill-Inhalt
Eine Sammelkarte nach professionellen Gradierungsstandards (PSA, BGS, CGC) bewerten und einstufen. Verwendet ein Beobachtung-zuerst-Protokoll, adaptiert vom meditate-Skill, um Grad-Verankerung zu verhindern — die haeufigste Bewertungsverzerrung.
Wann verwenden
Eine Karte vor der Einreichung bei einem professionellen Gradierungsdienst bewerten
Eine Sammlung vorscreenen, um hochgradig bewertbare Kandidaten zu identifizieren, die eine Einreichung wert sind
Streitigkeiten ueber den Kartenzustand zwischen Kaeufern und Verkaeufern beilegen
Lernen, konsistent zu bewerten, indem einem strukturierten Bewertungsprotokoll gefolgt wird
Die gradierungsabhaengige Wertspanne fuer eine bestimmte Karte schaetzen
: Bekannter Marktwert bei verschiedenen Graden (fuer Grad-Wert-Analyse)
Verwandte Skills
Optional
Optional: Kartenspiel (Pokemon, Magic: The Gathering, Flesh and Blood, Kayou)
Vorgehensweise
Schritt 1: Vorurteilsfreiheit — Beobachtung ohne Voreingenommenheit
Adaptiert von meditate Schritt 2-3: Die Karte ohne Verankerung an erwarteten Grad oder Marktwert beobachten.
Jedes Wissen ueber den Marktwert der Karte beiseitelegen
KEINE kuerzlichen Verkaeufe oder Populationsberichte vor der Bewertung nachschlagen
Wenn bekannt ist, dass die Karte "wertvoll" ist, diese Voreingenommenheit explizit anerkennen:
"Ich weiss, diese Karte ist in PSA 10 $X wert. Ich lege das beiseite."
Die Karte zuerst als physisches Objekt untersuchen, nicht als Sammlerstueck
Den ersten Bauchgefuehl-Eindruck notieren, aber die Bewertung NICHT davon verankern lassen
Voreilige Gradgedanken als "Verankerung" kennzeichnen und zur Beobachtung zurueckkehren
Erwartet: Ein neutraler Ausgangszustand, in dem die Karte rein nach physischem Zustand bewertet wird, nicht nach Markterwartungen. Grad-Verankerung (den Wert vor der Bewertung kennen) ist die haeufigste Ursache fuer Bewertungsinkonsistenz.
Bei Fehler: Wenn die Voreingenommenheit hartnackig ist (eine hochwertige Karte laesst eine 10 sehen wollen), die Voreingenommenheit explizit aufschreiben. Externalisierung reduziert ihren Einfluss. Nur fortfahren, wenn die Karte als physisches Objekt untersucht werden kann.
Schritt 2: Zentrierungsbewertung
Die Druckzentrierung der Karte auf beiden Seiten messen.
Die Randbreite auf allen vier Seiten der Vorderseite messen:
Linker vs. rechter Rand (horizontale Zentrierung)
Oberer vs. unterer Rand (vertikale Zentrierung)
Als Verhaeltnis ausdruecken: z.B. 55/45 links-rechts, 60/40 oben-unten
Fuer die Rueckseite wiederholen
Die Zentrierungsschwellen des Gradierungsstandards anwenden:
PSA Centering Thresholds:
+-------+-------------------+-------------------+
| Grade | Front (max) | Back (max) |
+-------+-------------------+-------------------+
| 10 | 55/45 or better | 75/25 or better |
| 9 | 60/40 or better | 90/10 or better |
| 8 | 65/35 or better | 90/10 or better |
| 7 | 70/30 or better | 90/10 or better |
+-------+-------------------+-------------------+
BGS Centering Subgrade:
+------+-------------------+-------------------+
| Sub | Front (max) | Back (max) |
+------+-------------------+-------------------+
| 10 | 50/50 perfect | 50/50 perfect |
| 9.5 | 55/45 or better | 60/40 or better |
| 9 | 60/40 or better | 65/35 or better |
| 8.5 | 65/35 or better | 70/30 or better |
+------+-------------------+-------------------+
Den Zentrierungswert fuer jede Achse und die zutreffende Unterbewertung erfassen
Erwartet: Numerische Zentrierungsverhaeltnisse fuer beide Seiten mit dem entsprechenden Grad/Untergrad identifiziert. Dies ist die objektivste Messung im Bewertungsprozess.
Bei Fehler: Wenn Raender zu schmal zum genauen Messen sind (Vollflaechenkarten, randlose Drucke), "Zentrierung N/A — randlos" notieren und zu Schritt 3 springen. Einige Gradierungsdienste wenden unterschiedliche Standards fuer randlose Karten an.
Schritt 3: Oberflaechenanalyse
Die Kartenoberflaeche auf Defekte untersuchen.
Die Vorderoberflaeche bei guter Beleuchtung untersuchen:
Oberflaechenkratzer: Unter direktem und schragem Licht sichtbar
Oberflaechenweissung: Schleier oder Truebung der Oberflaechenschicht
Eindeluungen oder Eindruecke: Dellen sichtbar bei Streiflicht
Flecken oder Verfaerbung: Vergilbung, Wasserflecken, chemische Schaeden
Die Rueckoberflaeche mit denselben Kriterien untersuchen
Auf Werksfehler vs. Handhabungsschaeden pruefen:
Werk: Drucklinien, Fehlschnitt, Praegung — kann weniger bestraft werden
Handhabung: Kratzer, Dellen, Flecken — wird immer bestraft
Oberflaechenzustand bewerten:
Makellos (10): Fehlerfrei unter Vergroesserung
Nahezu makellos (9-9,5): Geringfuegige Unvollkommenheiten nur unter Vergroesserung sichtbar
Ausgezeichnet (8-8,5): Geringfuegige Abnutzung mit blossem Auge sichtbar
Gut (6-7): Maessige Abnutzung, mehrere geringfuegige Defekte
Befriedigend oder darunter (1-5): Erhebliche Schaeden sichtbar
Erwartet: Ein detailliertes Oberflaecheninventar, in dem jeder Defekt lokalisiert, beschrieben und nach Schwere bewertet ist. Werksfehler von Handhabungsschaeden unterschieden.
Bei Fehler: Wenn Bilder eine zu niedrige Aufloesung fuer die Oberflaechenanalyse haben, die Einschraenkung notieren und einen Gradbereich statt einer Punktbewertung angeben. Physische Inspektion empfehlen.
Schritt 4: Kanten- und Ecken-Bewertung
Die Kanten und Ecken der Karte auf Abnutzung bewerten.
Absplitterung: Kleine Stuecke der Kantenschicht fehlen
Rauheit: Kante fuehlt sich uneben an oder hat Mikrorisse
Folienabloesung: Bei Hologrammkarten auf Delamination an Kanten pruefen
Alle vier Ecken untersuchen:
Schaerfe: Eckenspitze ist scharf und spitz
Abrundung: Eckenspitze ist zu einer Kurve abgenutzt (leicht, maessig, stark)
Spaltung: Schichtentrennung an der Ecke sichtbar (Dellen)
Knicke: Ecke umgebogen oder gefaltet
Kanten- und Eckenzustand auf derselben Skala wie die Oberflaeche bewerten
Notieren, welche spezifischen Ecken/Kanten den schlechtesten Zustand haben
Erwartet: Bewertung pro Kante und pro Ecke. Die schlechteste einzelne Ecke/Kante begrenzt typischerweise die Gesamtbewertung.
Bei Fehler: Wenn die Karte in einer Schutzhuelle oder einem Toploader steckt, der Kanten verdeckt, notieren welche Bereiche nicht vollstaendig bewertet werden konnten.
Schritt 5: Endnote vergeben
Teilbewertungen zur Endnote zusammenfuehren.
Fuer PSA-Gradierung (einzelne Zahl 1-10):
Die Endnote wird durch die schwaechste Teilbewertung begrenzt
Eine Karte mit perfekter Oberflaeche aber 65/35-Zentrierung ist auf PSA 8 begrenzt
Das "niedrigstes-begrenzt"-Prinzip anwenden, dann nach oben anpassen wenn andere Bereiche herausragend sind
Unterbewertungen vergeben: Zentrierung, Kanten, Ecken, Oberflaeche (jeweils 1-10 in 0,5-Schritten)
Gesamt = gewichteter Durchschnitt, aber die niedrigste Unterbewertung begrenzt das Gesamt
BGS 10 Pristine erfordert alle vier Unterbewertungen auf 10
BGS 9.5 Gem Mint erfordert Durchschnitt von 9,5+ ohne Unterbewertung unter 9
Fuer CGC-Gradierung (aehnlich wie PSA mit Unterbewertungen auf dem Etikett):
Zentrierung, Oberflaeche, Kanten, Ecken vergeben
Gesamt folgt CGCs proprietaerer Gewichtung
Die Endnote mit Konfidenz angeben:
"PSA 8 (sicher)" — klare Note, unwahrscheinlich hoeher oder niedriger
"PSA 8-9 (grenzwertig)" — koennte bei dem Gradierungsdienst in beide Richtungen gehen
"PSA 7-8 (unsicher)" — begrenzte Bewertungsdaten
Erwartet: Eine Endnote mit Konfidenzgrad. Fuer BGS alle vier Unterbewertungen berichtet. Die Note wird durch Belege aus den Schritten 2-4 gestuetzt.
Bei Fehler: Wenn die Bewertung nicht eindeutig ist (z.B. unklar ob ein Oberflaechenmal ein Kratzer oder Schmutz ist), einen Gradbereich angeben und professionelle Gradierung empfehlen. Niemals eine sichere Note mit unzureichenden Daten vergeben.
Validierung
Vorurteilspruefung vor der Bewertung abgeschlossen (keine Grad-Verankerung)
Zentrierung auf beiden Seiten mit erfassten Verhaeltnissen gemessen
Oberflaeche auf Kratzer, Druckfehler, Flecken, Eindellungen untersucht
Alle vier Kanten und Ecken einzeln bewertet
Werksfehler von Handhabungsschaeden unterschieden
Endnote durch Belege aus jeder Teilbewertung gestuetzt
Grad-Verankerung: Den Wert einer Karte vor der Bewertung zu kennen verzerrt die Einschaetzung in Richtung des "erhofften" Grades. Immer zuerst physisch bewerten
Die Rueckseite ignorieren: Rueckoberflaeche und Rueckzentrierung zaehlen. Viele Bewerter konzentrieren sich zu stark auf die Vorderseite
Werksfehler mit Handhabungsschaeden verwechseln: Eine werkseitige Drucklinie unterscheidet sich von einem Kratzer, aber beide beeinflussen die Note
Hologrammkarten ueberbewerten: Holographische und Folienkarten verbergen Oberflaechenkratzer bis sie im richtigen Winkel betrachtet werden. Mehrere Lichtwinkel verwenden
Optische Taeuschungen bei der Zentrierung: Die Platzierung der Grafik kann die Zentrierung besser oder schlechter erscheinen lassen als sie ist. Die Raender messen, nicht die Grafik
Verwandte Skills
build-tcg-deck — Deck-Bau, bei dem der Kartenzustand die Turnierlegalitaet beeinflusst
manage-tcg-collection — Sammlungsverwaltung mit gradierungsbasierter Bewertung
meditate — Quelle der Beobachtung-ohne-Vorurteil-Technik, adaptiert fuer die Verhinderung von Bewertungsverzerrungen